Die alte Dorfschule

(Aufnahmedatum nicht bekannt)



ehemalige Schule im Jahre 2002




Die Schule in Wiershausen hat eine weitreichende Vergangenheit.  Schon im 17.  Jahrhundert gab es hier ein Schulhaus; Wiershäuser und Lippoldshäuser Kinder wurden bis 1699 darin gemeinsam unterrichtet.  Das starke Heranwachsen des Ortes machte 1825 einen Anbau an die alte Schulstube erforderlich.

Um 1880 aber brannte das Haus ab und Wiershausen erhielt im Jahre 1882 ein neues Schulgebäude, erbaut auf gleichem Grundstück, aber in Straßennähe.  Um 1960 noch einmal restauriert und umgebaut, diente es nur bis 1972 seiner eigentlichen Aufgabe.  Die Gebietsreform fand statt und hatte die Auflösung der Gemeindeverwaltung und der Schule zur Folge.

Die 6- bis 10jährigen Schüler wurden von diesem Zeitpunkt an in der Grundschule in Hermannshagen unterrichtet und die nachfolgenden Jahrgänge in Münden an der Haupt-, Real- oder Oberschule.  Platzte die Grundschule in Herrnannshagen nun aus allen Nähten, so erfuhren die Landkinder dort doch ein umfangreicheres Lehrangebot.

Ein großer schulischer Wandel vollzog sich im Laufe der Jahrhunderte.  Bis etwa 1868 lag die Leitung der Schule noch in kirchlicher Hand.  Somit war auch verständlich, dass neben Rechnen, Schreiben und Lesen der Katechismus die Grundlage des Unterrichts war.  Das Amt des Küsters, Lehrers und Organisten gehörte bis ins 19.  Jahrhundert noch unmittelbar zusammen.

 

 

 

 

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