Unser Gotteshaus -
die Petruskirche

 


DAS GOTTESHAUS
(von: Theodor Biesterfeld)


Es steht im Schatten alter Linde

das liebe alte Gotteshaus.

Der Glockenton trägt in die Winde

so manchen Gruß der Heimat aus.

Spürst du auch deines Gottes Walten

in jedem Hauche der Natur,

so komm zu stillem Andacht halten,

zu dem geweihten Hause nur.

Du steinern Haus in Dorfes Mitte,

dem Herrn unserem Gott geweiht,

es sammelt zu Gebet und Bitte

sich der Mensch in dir bei Freud' und Leid.

Ins Kirchlein trug dich deine Mutter,

du warst getauft als wahrer Christ.

Auf deinem ersten Weg zur Schule

im Kirchlein du gesegnet bist.

Du hörtest oft an dem geweihten Ort

die Lehr von Christus und Gott des Vaters Wort.

Und als du wurdest konfirmiert,

tratst du wohl an den Tisch des Herrn,

als du die Liebste dann erkorn,

bliebt ihr dem Traualtar nicht fern.

Nicht immer fand ihr Glockenklang

ein freudig Widerhallen,

wenn Schnitter Tod den Sieg errang,

sie dumpf vom Turme hallen.

Auch wenn sie bange ruft vom Turm

bei Wassersnot und Feuersturm.

So wie die Gluck' und Küklein klein

versammelt um sich alle,

so soll die Kirch' die Heimstatt sein,

wo Friede uns umwalle.

Wenn auch der böse Feind der Welt

den Himmelsfrieden vorenthält,

so möge doch im Kirchendome

zu Gott und seines Sohnes Lobe

das Halleluja erschallen,

Friede auf Erden den Menschen allen.

 

 

 

 

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