Realgemeinde- und Forstgenossenschaft Wiershausen  

1. Vorsitzender
Stefan Günther
Hohler Weg 3
34346 Hann.Münden
Tel.: 05541-910456
E-Mail: guensta@online.de


Info von Horst Weinand,
e-mail

 


Besonders kennzeichnend für die Ortschaft Wiershausen ist ihre Lage, umgeben von bewaldeten Anhöhen, die sich nur zur benachbarten Ortschaft Lippoldshausen, zum Werratal hin, öffnet. Der größte Teil dieses Waldes befindet sich im Eigentum der Realgemeinde- und Forstgenossenschaft Wiershausen.

Die Realgemeinden gehen zurück auf die mittelalterliche Flurverfassung. Diese besagt, dass alle mit einer Hofstätte und Grundeigentum im Dorfe eingesessenen Bauern ein gemeinsames Nutzrecht an der „gemeinen Mark“ haben. Mitglieder der Realgemeinde ist heute derjenige, der eine Berechtigung hat, die auf das Eigentum an einer dieser frühen Hofstellen der Ortschaft zurückgeht.

Der Waldbesitz der Realgemeinde und Forstgenossenschaft Wiershausen verteilt sich zur Zeit auf 67 Mitglieder mit insgesamt 63 Anteilen. 59 Mitglieder haben je einen „vollen“ Anteil, 8 Mitglieder haben jeweils einen halben Anteil. Die Anteile beinhalten Rechte bei der gemeinschaftlichen Nutzung des Waldes, mit denen aber auch Verpflichtungen einher gehen können.

Der Wiershäuser Genossenschaftswald erstreckt sich von der Ortschaft aus in nordöstlicher Richtung vom „Ziegenbusch“, an der Verbindungsstraße Wiershausen – Meensen, über den Fuchsberg, weiter in westlicher Richtung über den Staufenberg und der Verbindungsstraße nach Hann. Münden hinweg bis hin in südlicher Richtung zum Abhang hinab ins Werratal. Dort am Kramberg und in westlicher Richtung grenzt er an den Stadtwald Hann. Münden. In nordöstlicher bis nordwestlicher Richtung grenzt er an die Wälder der Genossenschaften von Lippoldshausen, Meensen und Scheden.

Die gesamte Fläche beträgt, einschließlich einiger zur weiteren Neuaufforstung in den nächsten Jahren vorgesehener Flächen rund 195 ha. (1 ha = 10.000 m²). Knapp 20 ha davon sind in den letzten rund 15 Jahren neu aufgeforstet worden.

Der Waldbestand gliedert sich wie folgt auf: 65 % Buche, 20 % Fichte, 4 % Eiche, 4 % Lärche, 2 % Kiefer, die restlichen 5 % entfallen vorwiegend auf Edellaubhölzer in den Aufforstungen. 

Besondere Aussichtspunkte im und am Wald sind sowohl der „Chamissoblick“ auf die Autobahn- und Bahnbrücke über die Werra als auch der Grillplatz mit Hütte „Am Staufenberg“, von wo man einen herrlichen Blick über mehrere Ortschaften hinweg weit ins Werratal hat. Besonders gut kann man die Ortschaft weiterhin von der Schutzhütte am Meenser Weg überblicken. Eine Besonderheit ist weiterhin der „Schalenstein“, ein frühzeitiger Opferstein, welcher direkt vor einem alten Hügelgrab liegt.

Bilder auch in der Galerie!!

In der Bewirtschaftung des gemeinschaftlichen Waldes werden die Forstgenossen, insbesondere der nach der Satzung gewählte Vorstand, vom Niedersächsischen Forstamt Kattenbühl unterstützt. Die wesentlichen Entscheidungen werden stets in gemeinsamer Abstimmung getroffen.

Die Waldbewirtschaftung erfolgt „nachhaltig“, dass heißt, es wird nicht mehr Holz geschlagen als auch nachwächst. Für den Wiershäuser Genossenschaftswald gilt aufgrund der Neuaufforstungen der letzten Jahre sogar das Gegenteil. Aufgrund der zudem „umweltschonenden“ Bewirtschaftung und eingehaltener Standards ist die Forstgenossenschaft seit Juli 2001 nach dem deutschen PEFC–System zertifiziert.

Nach den Plandaten des Betriebswerkes werden pro Jahr ca. 1.200 Festmeter Holz eingeschlagen. Ein Festmeter (Fm) entspricht einem „vollen“ Kubikmeter Holz. Dagegen wird durch den Begriff Raummeter (RM) die Menge von "lose" gestapelten (Brenn-) Holz umschrieben. 1 FM entspricht in etwa 1,4 RM.

Das Holz wird zum einen an Sägewerke verkauft. Einen Teil erhalten die Mitglieder als „Berechtigungsholz“. Ein weiterer nicht unerheblicher Teil wird schließlich auch an andere Interessenten abgegeben. Ganz überwiegend handelt es sich hierbei um Brennholz für Privatpersonen.

Für diese besteht bei Interesse grundsätzlich die Möglichkeit ihr Holz nach Einweisung als „Selbstwerber“ selbst aufzuarbeiten. Nach Vorabsprache ist in Zusammenarbeit mit der jeweils mit dem Holzeinschlag beauftragten Firma aber auch die Abgabe in fertig gestapelten Haufen möglich. Im letzten Jahr wurden insgesamt knapp 650 Raummeter Brennholz abgegeben.

Auskunft zur Holzabgabe aber auch allgemeine Informationen gibt gerne der 1. Vorsitzende der Realgemeinde und Forstgenossenschaft Wiershausen:

Stefan Günther
Hohler Weg 3
34346 Hann.Münden
Tel.: 05541-910456

 

 


 

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